Anstatt Weihnachtsgeschenke zu machen, unterstützen wir seit 2008 ein Projekt des Schweizerischen Unterstützungskomitees für Eritrea (SUKE). In Eritrea tobte bis vor wenigen Jahren ein von der Welt weitgehend vergessener Krieg. Die Armut ist enorm gross. Wir engagieren uns, indem wir für allein stehenden Frauen Esel kaufen. Der Esel eröffnet ihnen also Perspektiven für eine kleine Verbesserung ihrer schwierigen Lebenssituation.
Das Schweizerische Unterstützungskomitee für Eritrea (SUKE)
Das Schweizerische Unterstützungskomitee für Eritrea wurde im Oktober 1977 in Bern gegründet. Zuvor hatte im Sommer eine Schweizer Delegation die befreiten Gebiete Eritreas besucht. Nach der Rückkehr gründete eine Gruppe Eritrea-Interessierter, beeindruckt vom Widerstandswillen der Bevölkerung und betroffen von der humanitären Not, das SUKE. Während des 30-jährigen Befreiungskampfes hat das SUKE vorwiegend humanitäre Hilfe an die vom Hunger und Krieg betroffene Zivilbevölkerung Eritreas geleistet und hier in der Schweiz über die Lage und Anliegen der Menschen in Eritrea informiert.
Seit der Unabhängigkeit Eritreas 1993 unterstützt das SUKE Entwicklungsprojekte von privaten, halbstaatlichen und staatlichen Organisationen sowie humanitäre Aktionen. Schwerpunkt der Entwicklungsarbeit ist die Frauenförderung, wobei verschiedene thematische Bereiche abgedeckt werden.
SUKE verfügt über die ZEWO-Zertifizierung, die das SUKE mit "verdient Vertrauen" auszeichnet.
Esel für Eritreas Frauen
Esel entlasten alleinstehende Frauen aus ländlichen Gebieten von der täglichen Arbeit des Wassertragens und verhelfen ihnen gleichzeitig zu einem Verdienst. Mariam, eine Frau aus dem Dorf Maimine, die bereits eine Eselin erhalten hat, erzählt: "lch kann nun auch für meine Nachbarn Wasser holen und bekomme für den Transport Geld. Mit diesem Verdienst kaufe ich Essen für meine vier Kinder. Auch muss ich nicht mehr stundenlang zur Wasserstelle laufen und die schweren Kanister tragen." Die Initiative für dieses Projekt stammt von Ferdi Afflerbach, Verein 1000 ESEL FÜR ERITREA, Basel. Die Tiere werden in Eritrea gekauft und an notleidende Frauen (Witwen, alleinerziehende Mütter) in der Gegend von Maimine verteilt. Ausgewählt wurden die bedürftigen Frauen von der eritreischen Frauenunion. Unsere Partnerorganisation VISION ERITREA organisiert den Kauf und die Verteilung der Esel vor Ort.
Zur Zeit kostet ein Esel auf dem lokalen Markt rund 1’750.-- Nakfa (CHF 135.--).
Dazu kommen rund 290.-- Nakfa (CHF 22.--) für einen 80-Liter Wasserbehälter, der in Eritrea selber hergestellt wird. Impfungen, Marktabgaben und die Kosten unserer Partnerorganisation machen weitere 559.-- Nakfa (CHF 43.--), so kostet ein Esel rund CHF 300.--.
Der zweitausendste Esel wurde 2008 übergeben, nun wartet die 3000er Grenze!